Da viele Apfel-Fans erfreulicherweise vom Dichter-Fieber erfasst wurden und Ihr so fleißig bei unserem – zugegebenermaßen – nicht ganz einfachen Juni-Gewinnspiel mitmacht, gibt es heute zwecks weiteren Ansporns ein Gedicht von Ludwig Uhland (1787-1862):
Bei einem Wirte wundermild,
da war ich jüngst zu Gaste.
Ein goldner Apfel war sein Schild,
an einem langen Aste.
Es war der gute Apfelbaum
bei dem ich eingekehret;
mit süßer Kost und frischem Schaum
hat er mich wohl genähret.
Es kamen in sein grünes Haus
viel leichtbeschwingte Gäste,
sie sprangen frei und hielten Schmaus
und sangen auf das Beste
Ich fand ein Bett zu süßer Ruh’
auf weichen grünen Matten:
Der Wirt, der deckte selbst mich zu
mit seinem kühlen Schatten.
Nun frag’ ich nach der Schuldigkeit:
Da schüttelt’ er den Wipfel;
gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel.




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