Eiszauber am Apfel

8. Mai 2010 · 1 Kommentar

Wussten Sie, dass die Apfelbauern bis Mitte Mai, d.h. bis zu den Eisheiligen, noch mit Nachtfrösten rechnen müssen? Dieser kann die empfindlichen Blüten schnell beschädigen bzw. komplett zerstören. Das würde für die Bauern Ernteeinbußen und damit finanzieller Schaden bedeuten. Doch es gibt eine Möglichkeit, die Blüten gegen Frost zu schützen – vorausgesetzt, man hat die ganze Nacht das Thermometer im Blick und reagiert rechtzeitig! So wird in einigen Regionen auf die Frostschutzberegnung zurückgegriffen, wie zum Beispiel in Baden, das in der Regel einen frühen Blühbeginn verzeichnet und daher anfällig für Spätfröste ist, aber auch im Alten Land. Bei 0°C bis -3°C werden die Blüten durch das gezielte Besprühen mit sehr feinen Wassertröpfchen in Eis gehüllt. Der Gefriervorgang des Wassers setzt Wärme frei. So können Blätter und vor allem natürlich die Blüten vor Frostschaden bewahrt werden. Wie man sich vorstellen kann, bedeutet diese Methode eine Menge Kosten, Arbeit sowie viel Aufregung und Stress für die Obstbauern. Denn zum einen wird für die Beregnung jede Menge Wasser benötigt und wird es zu früh angestellt, wird es unnötig verschwendet. Stellt man es jedoch zu spät an, könnten die Blüten bereits beschädigt oder aber die Rohre eingefroren sein. In den meisten Fällen läuft es glimpflich ab und die Apfelbauern werden für diesen nächtlichen Aufwand mit der Rettung der Ernte belohnt. Außerdem können sie am nächsten Morgen durch eine märchenhafte Eislandschaft wandern!

Tags: Allgemein · Wissenswertes

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