Zur weiteren Einstimmung in die diesjährige Apfelsaison einfach mal die Liebste oder den Liebsten schnappen und folgendes Gedicht von Heinrich Heine aufsagen – nein, deklamieren! Erschienen ist es in dem Werk “Steht ein Baum im schönen Garten”.
Der eine:
“Steht ein Baum im schönen Garten
Und ein Apfel hängt daran,
Und es ringelt sich am Aste
Eine Schlange, und ich kann
Von den süßen Schlangenaugen
Nimmer wenden meinen Blick,
Und das zischelt so verheißend
Und das lockt wie holdes Glück!”
Der andere:
“Dieses ist die Frucht des Lebens,
Koste ihre Süßigkeit,
Daß du nicht so ganz vergebens
Lebtest deine Lebenszeit!
Schönes Kindchen, fromme Taube,
Kost’ einmal und zittre nicht!
Folge meinem Rath und glaube,
Was die kluge Muhme spricht.”
Endlich ist er fertig und wir lösen unsere kleine Geheimniskrämerei auf. Was Ihr hier auf dem Foto seht, ist unser Apfel-o-Mat. So etwas hat es bisher noch nicht gegeben. Und Ihr seid die Ersten, die ihn bewundern könnt. Einige von Euch können Ihn auch direkt testen, denn wir gehen auf eine kleine, aber schöne Tournee einmal quer durch Deutschland. Kalender aufgeschlagen und folgende Termine eingetragen:
Donnerstag, 9. September 2010: Mainz, vor der Alten Universität
Freitag, 10. September 2010: Dresden, Herbstmarkt
Samstag, 11. September 2010: Dortmund, Alter Markt
(jeweils von etwa 10 bis 17 Uhr)
Was erwartet Euch? Natürlich der Apfel-o-Mat und viele, viele Äpfel. Denn wir wollen von Euch wissen, welches Euer Lieblingsapfel ist. Und dann könnt Ihr von Euch und Eurem Lieblingsapfel ein Foto erstellen lassen und dies auch gleich als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Wir sind gespannt, wie Ihr Euch entscheidet! Und vor allem freuen wir uns, den einen oder die andere, die sich hier mit uns austauschen, auch persönlich einmal kennenzulernen.
Weitere Fotos von der aufregenden Herstellung (das war nämlich nicht ganz so einfach und wir danken Herrn Mutzek von der Firma Hartschaumzuschnitte Ilmenau GmbH, der viel Geduld mit uns hatte) findet Ihr auf:
Im Erzgebirge gibt es zwar keinen gewerblichen Apfelanbau, dafür werden Äpfel anderer Art hergestellt. In diesem roten Apfel, da sieht es niedlich aus! Gut geschützt unter dem Apfeldach sitzen musizierende Kinder. Die Spieldose dreht sich sogar, während das Lied “It’s a Small World” erklingt! Das hübsche Ensemble stammt aus dem Erzgebirge, wo es in aufwendiger Handarbeit aus Holz gefertigt und handbemalt wurde.
Und wer jetzt Lust auf Äpfel bekommen hat, dem sei die Frühsorte Delbarestivale® empfohlen. Sie macht zwar keine Musik, aber ihr Name klingt fast musikalisch!
Matthias Sommer leitet die Agrargenossenschaft Helmsdorf eG. Das ist etwa 35 km nordwestlich von Halle, nicht weit weg von der A14 und gehört damit zu Saale-Obst.
Matthias hat einen etwas ausgefalleneren Apfelgeschmack als die bisher kennengelernten Erzeuger. Sein Lieblingsapfel ist Shampion. “Das ist auch die beste Sorte in unserem Hofladen”, erklärt der 39-Jährige. Matthias meint, dass Shampion ein nicht so typisch süßer Apfel ist. Das liegt vielleicht an der Ausgewogenheit zwischen Fruchtfestigkeit und Süße.Und viele Kinder greifen auch zu, denn die Schale dieses Herbstapfels ist nicht so fest.
Der landwirtschaftlicher Betriebswirt kam 1996 frisch von der Uni und wurde gleich von seinem Vater ins “kalte Wasser” geworfen. Insgesamt kümmert er sich mit seinen Mitarbeitern um 1000 Hektar. Davon sind fast 21 Hektar Apfelbäume. Die Hauptsorten sind Gala, Elstar, Elstorf, Gala, Jona-Sorten, Braeburn, Fuji, Red Prince, Pinova und natürlich Shampion. Also, wer dort in der Region ist, sollte unbedingt mal den Hofladen besuchen und sich durch die vielen Apfelsorten probieren.
Wer es nochmal richtig von der Pike auf lernen will, der schaue den Küchengöttern auf die Finger: Apfel schälen, hacken, entkernen, in Spalten schneiden – alles kein Problem!
Wusstet Ihr, dass sich das Wort Schnitzel vom Mittelhochdeutschen „sniz“ für Schnitt ableitet? Und damit es noch appetitlicher klingt, verwendete man lieber das Diminutiv “snitzel“. Für die Zubereitung dieses Rezepts benötigen wir deutsche Äpfel in Form von „snitzel“!
Zutaten: 1 Apfel (heimische Frühsorten wie Delbarestivale, Jamba und Roter Gravensteiner sind jetzt erhältlich!)
4 EL Olivenöl
1 EL Zuckerrübensirup
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL frische Minze, fein gehackt
4 Kalbsschnitzel à 100 g
Salz
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
125 ml Weißwein
2 Blätter Salbei, in Streifen geschnitten
1 TL kalte Butter
Zubereitung: 1. Den Apfel waschen, schälen, halbieren, das Kerngehäuse entfernen, vierteln und in feine Scheiben schneiden. 1 EL Olivenöl in eine Pfanne geben, erhitzen und die Apfelscheiben darin leicht bräunen. Zuckerrübensirup, eine Messerspitze Pfeffer und Minze zugeben. Alles etwas einkochen lassen.
2. Die Schnitzel waschen, trocknen und dünn plattieren. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen. Auf die rechte Fleischhälfte einen Klecks der Apfelmasse geben und die linke Fleischhälfte darüber klappen. Die Ränder fest andrücken.
3. Die Schalotte schälen und in Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und durchpressen. 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die gefüllten Schnitzel darin von beiden Seiten ca. 1 Minute braten, dann herausnehmen und warm stellen. Das restliche Öl in der Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfel und Knoblauch anschwitzen, mit Weißwein angießen.
4. Den Salbei waschen, trocknen, die Blättchen in Streifen schneiden, dazugeben und etwas einkochen lassen. Den Fleischsaft, der aus den Schnitzeln ausgetreten ist, ebenfalls zugeben. 1 TL kalte Butter unterschlagen und die Sauce abschmecken. Die Schnitzel auf Tellern anrichten, etwas Sauce darüber geben und servieren. Dazu Weißbrot oder Schupfnudeln reichen.
Zubereitungszeit: 20 min.
Brennwert: 563 kcal
Anzahl Portionen: 2
Eiweiß: 43 g
Fett: 32 g
Kohlenhydrate: 15 g
Es geht weiter. Das nächste Puzzle-Teil rund um unser großes Geheimnis fügt sich zusammen. Nachdem wir die Riesenkaffeekanne oder das Riesenapfelhaus ausgeschlossen habt, hier die nächste Möglichkeit, zu raten.
Übrigens, wenn Ihr das große Geheimnis kennenlernen wollt, haltet Euch folgende Termine frei:
9. September in Dresden
10. September in Mainz
11. September im Ruhrgebiet
Genaue Informationen erfolgen in den nächsten Tagen.
Heute im Jahr 1967 ist der belgische Maler René Magritte in Brüssel gestorben. Er war ein wichtiger Vertreter des Surrealismus, dessen Ziel es war, gewohnte Denkweisen sowie die Grenzen zwischen Traum und Realität außer Kraft zu setzen. Dazu malte Magritte realistische Darstellungen, entfremdete sie jedoch durch ungewöhnliche Komposition. Über eines seiner berühmtesten Bilder, “La trahison des images – Ceci n’est pas une pipe” („Der Verrat der Bilder – Dies ist keine Pfeife“) sagt er: „Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen. Das Abbild einer Marmeladenschnitte ist ganz gewiss nichts Essbares.“
Was mag das wohl sein? Was wird das werden? Und wofür werden wir es brauchen? Diese und viele andere Fragen werden wir in den nächsten Tagen klären. Aber vielleicht haben Sie schon eine Idee?
Dieser Apfeltee schmeckt auch kalt und ist im Sommer eine tolle Erfrischung! Dazu einfach frische Schalen von reifen Äpfeln mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Honig darin auflösen und Saft einer halben Zitrone unterrühren. Im Kühlschrank einige Stunden gut durchkühlen lassen. Mit einem Minzeblatt servieren. Ein echter Hingucker ist auch ein Zuckerrand – dazu den Glasrand mit Zitronensaft einreiben und auf einen Teller mit Zucker drücken.